Automatische Anhängererkennung: Kosteneinsparungen mittels kleinster Automatisierungsmaßnahmen

Alessio Meloni

Alessio Meloni

Bereits kleinste Automatisierungsmaßnahmen innerhalb eines Yard-Prozesses können zu enormen Kosteneinsparungen führen. Genau das haben wir neulich wieder bei einem unserer Kunden erlebt. Wie eine Lösung mittels smarter Sensorik aussehen kann, erklären wir im folgenden Beitrag.

Tagtäglich kommen viele LKW mit und ohne Ladung vor den Toren eines Werksgeländes an. Während ein Großteil dieser Fahrzeuge ohne den direkten Kontakt zu Pförtner:innen auskommt, erfordern einige Anlieferungen die Anwesenheit von Personal bei der Einfahrt, um zuweisen zu können, was abgeholt werden soll. So kam es bei unserem Kunden in der Vergangenheit immer wieder zu Wartezeiten und langen Rückstaus der ankommenden LKW vor der Auffahrt. Teil davon waren auch LKW ohne Anhänger (im Durchschnitt 6 LKW pro Stunde), die lediglich einen leeren Anhänger vom Hof holen und sich dennoch in die Schlange einreihen mussten. Von der Stausituation war auch eine nahegelegene Autobahn betroffen, die insbesondere zu Hauptverkehrszeiten immer wieder mit dem hohen Verkehrsaufkommen zu kämpfen hatte.

Check-in- und Check-out-Terminals bieten erste Entlastung

Um den Anlieferungsprozess zu entspannen, haben wir zunächst Check-in- und Check-out-Terminals inklusive Touchscreen, Barcode-Scanner und Drucker implementiert. Darüber hinaus wurde ein zusätzliches Tor ohne Personal eingebaut, dessen Aufgabe es war, die Auslastungsspitzen am Haupttor zu glätten. Unabhängig ihrer Ladung begannen einige Fahrer:innen daraufhin, das weniger überfüllte und unbesetzte Tor zur Abfertigung zu nutzen. Grundsätzlich wäre das kein Problem gewesen, doch wurde dabei oftmals die falsche Auswahlmöglichkeit „Anhänger abholen“, statt „Anhänger anliefern“ angegeben. Schließlich führte die Korrektur des Abfertigungsfehlers zu zusätzlichem Zeit- und Personalaufwand, der die zunächst gewonnene Zeit in der Warteschlange wiederum zunichte machte.

Automatisierung spart Personal, Zeit und Kosten

Um das neu entstandene Problem zu lösen, entwickelten die IoT-Experten bei leogistics ein System zur Erkennung von Anhängern. Dazu wurde ein Sensor zur Abstandserkennung so angebracht, dass dieser auf den Trailer zielt. Hängt ein Trailer an der Zugmaschine, erkennt der Sensor diesen. Hat der LKW keinen Trailer, wird auch dies von der Sensorik so erkannt und übermittelt. Selbstverständlich gibt es auch andere technische Wege, auf denen sich dies lösen lässt. Durch die automatisierte Überprüfung des LKW am Tor erkennt die Software nun, ob ein Anhänger vorhanden und eine entsprechende Abholung möglich ist. So können heute alle LKW einfahren, ohne dass extra Personal zur Fahrzeugkontrolle benötigt wird. Dadurch konnte das Verkehrsaufkommen an beiden Toren reduziert werden und auch die Spediteure können leere Anhänger ab sofort rund um die Uhr abholen.

Während der Aufwand dieser kleinen Anpassung äußerst gering war, liegen die Einsparungen hinsichtlich manueller Bearbeitung und Fehlerkorrektur bei etwa 3.500 Stunden pro Jahr. So übersteigt der Nutzen der neuen Lösung, auch in Bezug auf die Implementierung, deutlich den Kostenaufwand. Wenn auch Sie kleine oder größere Teile Ihres Yard-Prozesses optimieren wollen, sprechen Sie uns einfach an!

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Christian Piehler
Mitglied der Geschäftsleitung

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