Mit Design Thinking zur erfolgreichen Anwendungsentwicklung

Jonas Falkenberg

Jonas Falkenberg

Wie die leogistics GmbH mit innovativen Methoden die Praxistauglichkeit von Apps sicherstellt

Kundenzufriedenheit ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. In vielen Firmen, die sich mit Software-Entwicklung für Industrien beschäftigen, wird diese Kundenzufriedenheit mit der Zufriedenheit von Entscheidungsträger:innen gleichgesetzt. Wir bei leogistics gehen noch einen Schritt weiter und sind auch im Zuge von Design Thinking an der Zufriedenheit der Endanwender:innen interessiert – denn diese müssen unsere Software schließlich jeden Tag nutzen. Nur wenn diese auch effizient mit unserem Produkt arbeiten können, werten wir das Projekt als Erfolg.
Die Anforderungen der Nutzer:innen an eine mobile App, zum Beispiel in der oftmals stressigen Warenannahme, fokussieren sich vor allem darauf, die Annahme und dabei potenziell auftretende Probleme möglichst einfach und schnell dokumentieren, abwickeln und direkt an Ort und Stelle erfassen zu können. Auch wenn der Prozess zunächst simpel klingt, verstecken sich hier und da jedoch viele Fallstricke, die es zu bedenken gilt.Im konkreten Anwendungsbeispiel im Rahmen eines Kundenprojekts bestand die größte Herausforderung darin, dass die Anlieferung sowohl mit als auch ohne Schleuse ausgeführt werden kann. Das bedeutet, dass die verschiedenen Warenannahmen der Empfänger unterschiedliche Prozesse und somit unterschiedliche Anforderungen an die App stellten.

Die Realität stellt vielfältige Anforderungen an hilfreiche Apps

Um die gemeinsamen und unterschiedlichen Bedürfnisse und Problemräume herauszufiltern, wurde das Projekt von Beginn an mit Hilfe von Design Thinking in enger Abstimmung mit dem Kunden erarbeitet. Hierbei waren nicht nur die Entscheidungsträger:innen involviert, sondern gerade in den entscheidenden Phasen auch die Endanwender:innen. Das Verständnis der einzelnen Prozessschritte und viele Praxistests an verschiedensten Standorten waren der Schlüssel zum Erfolg.

Design Thinking ist eine iterative Arbeitsweise, bei der die Bedürfnisse und Problemräume der Anwender:innen immer im Fokus stehen. Hierbei werden verschiedene Phasen durchgeführt, die dabei helfen, diese besser zu verstehen und praktische Lösungen zu erarbeiten. Die einzelnen Phasen können sich dabei so lange wiederholen, bis alle Herausforderungen und Hürden der Nutzer:innen aufgespürt und gelöst wurden. Das spart Entwicklungskosten und führt am Ende zu einer höheren Kundenzufriedenheit.

Design Thinking - App auf Smartphone geöffnet
Zulauf Filialapp mit Scanfunktion

Empathize-Phase: Anforderungen verstehen

Am Anfang ging es vor allem erst einmal darum, die Prozesse und Arbeitsabläufe der Endanwender:innen in den verschiedenen Filialen genau zu verstehen. Hierfür lohnt es sich, mehrere User zu interviewen, um zu ermitteln, wo eventuelle Herausforderungen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen. Im Nachgang bietet es sich an, eine Feldanalyse durchzuführen, um einen detaillierteren Eindruck zu gewinnen. Entscheidend ist, die richtigen Fragen zu stellen und nichts unausgesprochen zu lassen, um alle Eventualitäten aufzuspüren.

Define-Phase: Erkenntnisse gründlich dokumentieren und auswerten

Wurden die grundlegenden Bedürfnisse und Herausforderungen der Endanwender:innen einmal herauskristallisiert, ist es lohnenswert, die Erkenntnisse und Prozesse umfassend zu dokumentieren. Jede noch so kleine Information ist wichtig und kann die Lösung positiv beeinflussen. Auch können daraus weitere Ausbaustufen entstehen, die aus unserem Produktangebot entnommen werden können.

Ideate-Phase: aus Informationen Lösungsansätze generieren

Die Ideengenerierung im nächsten Schritt basiert auf den Erkenntnissen und Gesprächen mit den Endanwender:innen. Die Einbeziehung und die frühzeitige Präsentation von ersten groben Ideen ist insbesondere hilfreich, um den Endanwender:innen eine Vorstellung davon zu geben, in welche Richtung es einmal gehen könnte.

Hierfür erstellen wir bei leogistics Low Fidelity Wireframes (grobe Handskizzen). Im Anwendungsbeispiel haben wir unserem Kunden schon früh erste Entwürfe einer Filial-App für die Warenannahme vorgestellt. Auch hier war das Feedback enorm wichtig, um sicherzustellen, dass die App die Nutzer:innen auch wirklich bestmöglich durch ihren Arbeitsprozess leitet.

Diese Ideenphase haben wir im Projekt so oft wiederholt, bis ein Stand erreicht wurde, mit dem alle Beteiligten zufrieden waren und der wahrscheinlich auch für die operative Arbeit möglichst anwendungsfreundlich sein würde. Der Konjunktiv ist hier bewusst gewählt, da erst die nächsten Phasen triefgreifende Erkenntnisse über den tatsächlichen Nutzen bringen. Mockups sind zwar sehr hilfreich, zeigen aber nicht die ganze Wahrheit.

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Prototyping + Testing: der Reality Check

In der nächsten Phase ist es vorteilhaft, die Anforderungen in einem Klickdummy, d. h. einem App-Prototypen, umzusetzen und erneut das Feedback der Nutzer:innen einzuholen. Anstatt direkt mit der Realisierung zu starten, ist dieser zusätzliche Aufwand sehr wertvoll, denn das erneute Feedback zeigt häufig Konzeptlücken auf, die ohne Prototyp wohl erst beim Testen der realisierten App aufgefallen wären.

Diese Entwicklungsschleifen gehören dazu und sollten sorgsam einkalkuliert werden, um am Ende eine praxisorientierte Lösung zu bieten. Im Rahmen der Design-Thinking-Methode entspricht dieser Schritt dem sogenannten Prototyping. Ein Prototyp wird erstellt und ausgiebig getestet, um daraufhin ggf. erneut in die Ideate-Phase zu gehen und die Lösung mithilfe des Feedbacks zu überdenken.

Nach der ersten Verprobung des Prototypens unserer Filial-App erfolgte somit erneutes Solution Design, um die aufgedeckten Lücken zu schließen und zielorientiert einen neuen Prototypen auszuarbeiten. Sind alle nutzerorientierten Iterationsschleifen des Design-Thinking-Prozess aus der Praxis durchlaufen, werden die Mockups und Prototypen final an die Entwicklung übergeben. So können wir aufwendige und ineffiziente Korrekturen im Software Development vermeiden und gleichzeitig eine hohe Kundenzufriedenheit gewährleisten.

Wir sind für Sie da!

Konnten wir Ihr Interesse an einer App-Entwicklung mithilfe von Design Thinking wecken? In unserem Kundenprojekt hat diese Herangehensweise allen Beteiligten Vorteile gebracht. Zum einen half es den Entscheidungsträger:innen, ein sicheres Gefühl über den Projektverlauf zu gewinnen, zum anderen bekamen die Endanwender:innen ein nutzerzentriertes Produkt für ihre tägliche Arbeit an die Hand. Der größte Mehrwert jedoch bestand darin, dass wir Irrwege während des Projekts geringhalten und auf zusätzliche code-seitige Entwicklungen mit vielen Korrekturschleifen verzichten konnten. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch hohe Entwicklungskosten.

Wenn Sie Fragen zu diesem oder anderen Themen in diesem Blog haben, wenden Sie sich bitte an blog@leogistics.com

Jonas Falkenberg
Lead UI/UX & Interaction Design
Kathrin Janshen
Consultant Digital Supply Chain

UI/UX & Interaction Design bei leogistics
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