Gütertransporte digitalisieren | leogistics GmbH

Ein gutes Team: mit RailWatch und leogistics Rail Gütertransporte digitalisieren

Niklas Braun

Niklas Braun

Effizientere Werksbahnabläufe dank intelligenter Messsysteme und Echtzeitinformationen

Die Abfertigung und die Steuerung von Güterzügen sind auch heute noch oftmals manuell mit Papier, Listen, per Telefon sowie isolierten – und in vielen Teilen veralteten – Systemen organisiert. 

Doch vor der Digitalisierung des schienengebundenen Güterverkehrs sollten die Augen nicht länger verschlossen bleiben. Es ist richtig: Die Verkehrswende ist ein Mammutprojekt. Aber gerade jetzt sind die Chancen, Zukunftssicherheit zu erreichen, so gut wie nie zuvor: Um CO2-Einsparungen und damit die hoch gesteckten Klimaziele einhalten zu können, stehen enorme Fördermittel bereit. Schauen wir auf potenzielle Lösungen. 

Der Weg in Richtung Zukunft: Die Digitalisierung der Werks- und Anschlussbahnen

Häufig können Prozesse effizienter und kostengünstiger werden, sobald sie über die richtige Software gesteuert werden. Die SAP-basierte Lösung leogistics Rail digitalisiert die Prozessplanung der Bahntransporte und ermöglicht dadurch eine reibungslosere Steuerung von Zugeingangsbehandlungen bis Zugabfertigungen. Durch eine Kombination von Desktopanwendungen für Büromitarbeiter und mobilen Anwendungen für die Mannschaft am Gleis wird der Kommunikationsfluss für alle Beteiligten schneller und transparenter. Dabei kommen mobile Apps für die Zugankunfts- und Zugreihungsprüfung sowie eine Rangier-App zum Einsatz, die per Smartphone, Tablet oder einem installierten Device im Triebfahrzeug genutzt werden können.  

UI5 Ansicht Zugreihung
Die Zugreihung stets im Blick

Digitalisierungsvorsprung durch smarte Kooperation

Noch effizienter wird die Prozesssteuerung der Güterzüge durch die Kombination zweier Technologien. Mit der Integration von RailWatch in die Dispositionssoftware leogistics Rail lassen sich zusätzliche Daten via Schnittstelle für die Zugeingangsbehandlung und Zugabfertigung generieren. Das ist Industrie 4.0! 

„Die Integration der RailWatch-Daten in leogistics Rail ermöglicht eine neue Prozessoptimierung und führt zu Einsparungen von Ressourcen und einer Kostenreduktionen im Prozess.“ sagt Michael Breuer, geschäftsführender Gesellschafter von RailWatch GmbH & Co. KG.   

RailWatch erfasst in den jeweiligen Industrieeinfahrten mit dem eigenen Messsystem „Pulsar“ Informationen über die Wagenreihung, Wagenzustände, Geschwindigkeit, Verschleiß, unerwünschte Abnutzungserscheinungen und weitere Schäden. Darüber hinaus verfügt RailWatch über weitere Stationen an Hauptverkehrskorridoren und Hafeneinfahrten, welche über die Anbindung in die Cloud ein intelligentes Stationsnetzwerk abbilden. Diese Daten können ebenfalls, je nach Kundenwunsch, in die Schnittstelle einbezogen werden. RailWatch ist ein Software-as-a-Service (SaaS) Anbieter, der mit seiner eigenen Technologie Daten generiert und verkauft. 

Alles auf einen Blick: Schadinformationen gebündelt abrufbar im Zugcheck des RailWatch-Webportals

Zugeingangsbehandlung - Automatisiert Waggons identifizieren

Die Zugeingangsbehandlung ist ein wichtiger Bestandteil in der Prozessabwicklung. Mit automatisierter Wagenidentifizierung kann die Zugeingangsbehandlungen smart abgewickelt werden.

Zunächst gleicht leogistics Rail die empfangenen RailWatch-Daten mit Informationen aus vorhandenen Daten wie Fahrplänen und Zugvormeldungen ab. Bei Übereinstimmung der RailWatch-Daten mit der Zugvormeldung gibt leogistics Rail eine Erfolgsmeldung aus. Sollte es keine Übereinstimmung der gemeldeten Daten geben, erzeugt das Tool eine Fehlermeldung und passt die Wagenliste durch die RailWatch-Daten automatisch an.

RailWatch übermittelt bei Zugeinfahrt Daten an leogistics Rail
RailWatch übermittelt bei Zugeinfahrt Daten an leogistics Rail, wo die die Informationen geprüft und weiterverarbeitet werden.

So kann der Prozess der Zugeingangsbehandlung digital unterstützt werden. Der Verantwortliche für die Zugfahrt muss nicht manuell die Wagenliste abgleichen, indem der komplette Zug abgegangen werden muss, sondern bekommt durch die bei Einfahrt erhobenen Daten automatisch die richtige Wagenliste.

Dies gilt auch für Zugeingänge ohne Zugvormeldung. Ist keine Zugvormeldung vorhanden, liefern die Wageninformationen aus dem Messsystem automatisch die Datengrundlage für den Eingangszug. Das Ergebnis: eine vollständige Wagenliste und eine korrekte Position der Wagen im Zugverbund.

Offenheit für Datenintegration in ein System bringt großen Nutzen

Gerade die physische Rangiertätigkeit ist bei suboptimaler Planung und Ausführung eine der wesentlichen Quellen für Effizienzverluste im Werksbahnbetrieb. Ein gutes Zusammenspiel von Mensch und technischen Innovationen vereinfacht die Abläufe der automatisierten Wagenerkennung.

Ein Beispiel: Vor Einfahrt von Güterwagen werden die Lokalisierungs- und Statusinformationen der RailWatch-Messstationen an leogistics Rail übertragen, verarbeitet und berücksichtigt, sodass Rangierabläufe möglichst effizient umgesetzt werden können.

Mit den zusätzlichen Zustandsinformationen von RailWatch können so direkt defekte Wagen im Rangierprozess berücksichtig und aussortiert werden. Dies fördert den Rangierablauf, indem keine zusätzliche Rangierfahrt für die Entnahme des schadhaften Wagens vorgenommen werden muss. Darüber hinaus wird der defekte Wagen von Beginn nicht neu beladen, was dazu führt, dass das kostenaufwendige Umladen bei schadhaften Wagen entfällt.

Digitale Zusammenarbeit verbessert das Management und die Rangiersequenz

Die Vorteile durch die Verzahnung der Technologien liegen auf der Hand: Die Prozesse innerhalb der Software verbessern sich durch die kontinuierliche Datenintegration. Die systemunterstütze Zugreihungsprüfung führt zu: 

  • Beschleunigung der Eingangszugbehandlung  
  • Erhöhung der Transparenz und Genauigkeit der Wageninformationen 
  • Verarbeitung von Zusatzinformationen, wie Wagenanschriften Gefahrgutkennzeichnung und technischer Zustände  
  • Reduzierung des manuellen Aufwandes 
  • Ressourceneinsparung  

Ein optimales Zusammenwirken aller Beteiligen kann demnach erreicht werden, wenn alle Prozessteilnehmer jederzeit über aktuelle und relevante Daten verfügen. Intelligente Kommunikation und Datensynchronisation erlauben proaktive Steuerungsprozesse auf Basis vollständiger Informationen. 

Es lohnt sich, den Bereich der Bahnabwicklung genauer zu betrachten. Moderne Lösungen sowie vielfältig verfügbare neue Technologien bieten hervorragende Chancen, die Prozesse von Bahntransporten in Produktions- und Verladereinrichtungen massiv zu verbessern.  

Wir unterstützen Sie dabei, Ihre betrieblichen schienengebundenen Abläufe vernetzter, transparenter und kostensparender zu gestalten und damit Ihre Lieferketten zu verbessern. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann sprechen Sie uns gerne direkt an. 

Bei Fragen zu diesem oder anderen Themen im Blog wenden Sie sich gerne an blog@leogistics.com

Niklas Braun

Consultant SAP Logistics 

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