Referenz

Genossenschaft Migros Ostschweiz digitalisiert Werkslogistik

Erfolgreich in die Zukunft dank Neustrukturierung der Werkslogistik und Frachtkostenabrechnung

Frische Lebensmittel stellen hohe Anforderungen an logistische Prozesse. Um dem wachsenden Transportaufkommen auf ihrem Betriebsgelände Herr zu werden, hat die Migros Ostschweiz die leogistics GmbH mit der Digitalisierung ihrer Werkslogistik beauftragt. Dazu gehören auch die Frachtkostenabrechnung sowie die Hoflogistik der LKW und der eigenen Bahn. Die Lösung: ein Transportmanagement-System, das die Prozesse für die Verkehrsträger Straße und Schiene neu strukturiert. Nach dreitägiger Prozessbegleitung bei Tag und Nacht und eingehender Analyse konnte das leogistics-Team eine gemeinsame Vision der automatisierten Werkslogistik von Morgen erstellen.

Zur effizienten Abbildung der Fahrzeugbewegungen auf dem Areal wurde zunächst leogistics Yard mit der Tourenplanung, der RFID-Fahrzeugerkennung an den Toren sowie dem vorhandenen Track-and-Trace-System zur automatisierten Erkennung von Ankunft bzw. Abfahrt integriert. Aus der Tourenplanung heraus werden nun die Stellbedarfe für die Vorladung generiert, die durch eine regelbasierte und automatisierte Allokation auf den Werkverkehr und die LKW-Fahrer verteilt werden. Die Stellbedarfe werden per Tablet oder Smartphone im Fahrerhaus angezeigt und durch das Fahrpersonal ausgeführt.

MIGROS

Die Genossenschaft Migros Ost- schweiz mit Sitz in Gossau ist nach Umsatz die drittgrößte und flächenmäßig die größte der zehn Genossenschaften. Sie bedient rund 110 Supermärkte, 50 Migros- Restaurants und Take Aways sowie weitere Standorte bis zu dreimal täglich mit Ultrafrische-, Frische-, Food- und Nonfood-Produkten.

Innerhalb der Allokation können Aufteilungen der Torgruppen für die Werkverkehrsfahrer berücksichtigt werden. Des Weiteren arbeitet die Allokation autark und benötigt keinen Disponenten zur Zuordnung der Stellbedarfe mehr. Dieser kann den Fortschritt der Vorladung per Aktivitätenmonitor bzw. über die Visualisierung der Torbelegung verfolgen.

Erfolgreich in die Zukunft dank Neustrukturierung der Werkslogistik und Frachtkostenabrechnung3Innerhalb der Allokation können Aufteilungen der Torgruppen für die Werkver-kehrsfahrer berücksichtigt werden. Des Weiteren arbeitet die Allokation autark und benötigt keinen Disponenten zur Zuordnung der Stellbedarfe mehr. Dieser kann den Fortschritt der Vorladung per Aktivitätenmonitor bzw. über die Visua-lisierung der Torbelegung verfolgen.Dashboard - Darstellung der Torbelegungsoptionen
Dashboard - Darstellung der Torbelegungsoptionen

Durch die Track-and-Trace-Integration erfolgen die Anmeldungen und Abfahrten vom Areal, ohne dass ein Fahrer seine Hände nutzen muss („Handsfree“). Denn neben der Effizienzsteigerung durch eine durchgängige Systemunterstützung war auch die intuitive Bedienbarkeit über ein möglichst attraktives Tool für die Mitarbeiter ein wichtiges Ziel. Die hohe Nutzerfreundlichkeit führte zu einer Beruhigung der internen Kommunikation und man merkt, dass die Mitarbeitenden gerne mit dem neuen Tool arbeiten.

leogistics Rail digitalisiert Transportmanagement für den Verkehrsträger Schiene

Dank der Lösung leogistics Rail werden nun Waggonzulieferungen und Rangierbewegungen in einem digitalen Gleisplan dargestellt. Zur optimalen Avisierung von Waggonsendungen im Eingang wurden die ausführenden Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) an das Yard Management angebunden und übermitteln Informationen zu internationalen Waggonversendungen mit dem Ziel Migros Ostschweiz. Im System werden zudem die Zustellungen der Bahnwaggons vom Übergabebahnhof Gossau zu den einzelnen Werksgleisen auf Basis der Kriterien Beladung, Lieferant oder Waggonnummer geplant.

Die Ausführung des Rangierbetriebs wird mittels Apps dokumentiert. Hauptaugenmerk lag dabei auf einer autarken Disposition der Waggons und des Rangierpersonals direkt „am Gleis“ – ohne zentralen Disponenten. Leerwagen werden entweder direkt an das EVU zurückgegeben oder im Gleisareal für eine Wiederbeladung hinterstellt, wobei eine aktive Überwachung der Wagenstandzeit erfolgt. Im ausgehenden Verkehr übernimmt das System die digitale Planung und Buchung von Waggonversendungen nach der Beladung.

Frachtkostenbe- und -abrechnung ohne Medienbrüche

Dank des neuen Transportmanagementsystems konnte Migros Ostschweiz eine Verschlankung vieler Prozesse erzielen. Gleichzeitig konnten Fehlerquellen aufgrund Medienbrüchen reduziert werden. Agiert Migros als Transportdienstleister, so ist der Prozess nun von den Aufträgen im SAP Transportation Management bis zu den debitorischen Buchungen im SAP FI/CO integriert und vernetzt. Auch die kreditorische Abrechnung mit den Fremdtransporteuren wurde optimiert und digitalisiert: Statt auf deren Rechnungen zu warten und sie manuell zu prüfen, wird mit den Dienstleistern nun auf Basis der Daten des SAP Transportation Management im „Gutschriftverfahren“ abgerechnet. Es steht also nicht mehr die Kontrolle der eingehenden Rechnungen im Vordergrund, was die Vertrauensbasis zwischen Fremdtransporteuren und der Migros zusätzlich stärkt.

Durch Einführung der Areal Management Software wurde vor allem Transparenz und eine Vereinfachung der Werkslogistik erreicht. Schließlich werden am Tag ca. 670 Fahrzeugbewegungen durch ca. 230 Fahrer und den Werkverkehr (ca. 440) ausgeführt. Die durchschnittliche Stellzeit durch den Werkverkehr beträgt nun drei Minuten. Die Einarbeitungszeit von Mitarbeitern im Werkverkehr konnte durch die neuen Tools drastisch verkürzt werden. Die Arbeitsbedingungen und somit Mitarbeiterzufriedenheit wurden durch eine Senkung des Lärmpegels im Fahrerhaus durch den verringerten Funkverkehr verbessert bzw. gesteigert. Damit ist die frühere Hektik einem ruhigen und damit durchaus angenehmeren Betriebsablauf gewichen.

Ein Blick in die Zukunft

Zukünftig soll ein Zeitfenstermanagement in die Systemlandschaft der Migros Ostschweiz integriert werden. Dies dient zum einen der besseren Steuerung der Warenanlieferung bzw. Leergebindeabholung und zum anderen der optimierten Personaleinsatzplanung. Darüber hinaus ist eine Integration zum SAP Extended Warehouse Management angedacht, um die Ein- bzw. Auslagerung effizienter zu steuern. Im Bereich der Eisenbahnabwicklung soll die Dokumentation der Rangierbewegungen mittels RFID-Sensoren an Bahnwaggons erfolgen.

„Im Vordergrund stand für uns das integrative Zusammenspiel aller Verkehrsträger am Standort Gossau mittels einer integrativen Softwarelösung. Durch die Beratung von leogistics und den Einsatz von leogistics Yard, leogistics Rail und leogistics Truck können wir jetzt die gesamte Abfertigung (LKW, Trailer, Bahn- wagen, Wechselbrücken und Werkverkehrsfahrzeuge) tagfertig planen, operativ abwickeln und transparent überwachen – und das mobil und absolut papierlos. Damit konnte ein wichtiger Baustein in der Digitalisierung über die gesamte Supply-Chain erfolgreich umgesetzt werden.“

Daniel Balmer
Leiter Transportlogistik Genossenschaft Migros Ostschweiz

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