Wie künstliche Intelligenz das SAP EWM im Jahr 2026 revolutioniert. Ein Beitrag über die neue Realität im Lager, das Ende starrer Prozesse und warum der „Clean Core“ plötzlich zur Überlebensfrage wird.
Ein Blick auf die Logistiklandschaft im Jahr 2026 zeigt eine bemerkenswerte Stille. Der Lärm des Hypes ist verstummt. Die aufgeregten Diskussionen darüber, ob Künstliche Intelligenz (KI) Arbeitsplätze vernichtet oder die Welt rettet, sind einer pragmatischen Nüchternheit gewichen. In den Lagerhallen und Distributionszentren, die auf SAP Extended Warehouse Management (EWM) setzen, ist die KI heute keine futuristische Vision mehr. Sie ist Infrastruktur. Sie ist so selbstverständlich geworden wie das WLAN oder der Gabelstapler. Doch diese Normalität täuscht nicht darüber hinweg, dass sich unter der Haube ein gewaltiger Paradigmenwechsel vollzogen hat: Der Wandel von der reaktiven zur agentischen Logistik.
Das Ende des Bauchgefühls: Agentic AI übernimmt das Steuer
SAP Joule und die Demokratisierung der Daten
Die unbequeme Wahrheit: „Clean Core“ ist keine Option, sondern Pflicht
Der Mensch als Exception Manager
Bedeutet dieser Technologiesprung das Ende des Menschen im Lager? Keineswegs. Aber das Berufsbild hat sich bis 2026 fundamental gewandelt. Die monotone Datenerfassung und die repetitive Entscheidungsfindung („Welche Palette nehme ich als nächste?“) sind an die KI delegiert.
Der Lagermitarbeiter wird zum „Exception Manager“. Er greift nur noch dort ein, wo die KI eine zu geringe Konfidenz hat oder physische Probleme (z. B. beschädigte Ware) auftreten. Unterstützt wird er dabei von visueller KI. Kameras im Wareneingang erfassen Sendungen volumetrisch und inhaltlich, gleichen sie mit der Bestellung im SAP EWM ab und buchen die Ware im Hintergrund. Der Mensch validiert nur noch Abweichungen. Das ist Human-Centricity in Reinform: Die Technik nimmt die Last, der Mensch übernimmt die Verantwortung.
Mut zur Autonomie
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Matthias Kraus
Consulting Director EWM


