SAP Business Network for Logistics

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Enes Akgümüs

Freight Collaboration aufgeklärt

Globale Lieferketten sind komplexe Systeme, an denen mehrere Beteiligte, Versender, Spediteure und Zollbehörden beteiligt sind. Jede Partei ist auf zeitnahe und genaue Informationen angewiesen, um die Güter effizient im Fluss zu halten. Viele Unternehmen verlassen sich jedoch weiterhin auf veraltete Methoden wie E-Mails, Tabellenkalkulationen und Telefonate, um die Zusammenarbeit im Frachtverkehr zu verwalten. Diese manuellen Prozesse schaffen Engpässe, erhöhen den Verwaltungsaufwand und verringern die Transparenz über den Versandstatus.

Das SAP Business Network for Logistics (BN4L) wurde entwickelt, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Es bietet eine cloudbasierte Plattform, die Versender und Logistikpartner in Echtzeit verbindet und so eine nahtlose Zusammenarbeit und Integration mit SAP Transportation Management (TM) ermöglicht. In diesem Artikel wird näher darauf eingegangen, wie BN4L Freight Collaboration funktioniert und warum sie ein entscheidender Wendepunkt für Versender ist.

Wieso Freight Collaboration wichtig ist

Die Zusammenarbeit mit dem LKW-Verkehr ist die Grundlage der Transportumsetzung. Es umfasst kritische Prozesse wie die Ausschreibung von Frachtaufträgen an Träger, die Bestätigung von Kapazität und Tarifen, die Nachverfolgung von Sendungen über mehrere Abschnitte und Modalitäten sowie den Austausch wichtiger Dokumente wie Proof of Delivery (POD) und Zollpapiere. Wenn diese Prozesse fragmentiert sind, hat dies erhebliche Folgen: verzögerte Lieferungen, höhere Kosten und Compliance-Risiken.

Ohne Plattform stehen Versender oft vor manuellen Kommunikationsschleifen, begrenztem Überblick über den Versandfortschritt und einem hohen administrativen Aufwand bei der Einarbeitung von Speditionen. Compliance wird zu einem Kopfschmerz, wenn Dokumente fehlen oder sich verzögern, und die operativen Teams verbringen Stunden damit, Updates zu verfolgen. In einer Welt, in der Geschwindigkeit und Transparenz zentrale Wettbewerbsvorteile bestimmen, sind diese Ineffizienzen nicht mehr akzeptabel.

Abbildung 1: Ausführungsübersicht für den Frachtauftrag/ Bildquelle: leogistics

Wie BN4L Freight Collaboration funktioniert

BN4L fungiert als digitale Logistikschicht zwischen SAP TM und externen Logistikpartnern und schafft einen einzigen Wahrheitspunkt für die Frachtausführung. So läuft der Prozess typischerweise ab:

Wichtige Vorteile für Verlader

Für Versender bietet BN4L greifbare Vorteile, die über die operative Effizienz hinausgehen:

Diese Vorteile führen zu Kosteneinsparungen, verbesserter Kundenzufriedenheit und einer stärkeren Wettbewerbsposition auf dem Markt.

Wo BN4L in der Lieferkette passt

BN4L spielt eine kritische Rolle in der Ausführungsebene von Transportprozessen. Im Upstream übernimmt SAP TM die Planung und Optimierung, die Auswahl von Spediteuren, die Berechnung der Kosten und die Terminplanung von Sendungen. BN4L fungiert anschließend als Kollaborationsplattform und verbindet Versender mit Trägern für Ausführung und Echtzeitkommunikation.

Dock Appointment Scheduling in BN4L

Das Management von Dock-Terminen ist ein entscheidender Aspekt der Transportabwicklung, insbesondere für Verlader, die große Lagerhäuser oder Verteilzentren betreiben. Schlechte Koordination bei Be- und Entladestellen führt häufig zu Staus, stillstehenden Lkw und verpassten Zeitfenstern, was letztlich die Kosten erhöht und das Serviceniveau senkt. Traditionell werden diese Termine per Telefonat oder E-Mail vereinbart, was zeitaufwendig und fehleranfällig ist.

SAP Business Network for Logistics (BN4L) führt einen schlanken Ansatz zur Terminplanung von Dockterminen ein, indem Versender und Transportunternehmen miteinander verbunden werden:

Das Ergebnis ist ein effizienterer und transparenterer Prozess, der Leerlaufzeit reduziert, Ressourcennutzung verbessert und eine Zusammenarbeit zwischen Versender und Spediteuren fördert. Für Unternehmen, die hohe Versandmengen bewältigen, kann diese Funktionalität die Betriebsleistung und Kundenzufriedenheit erheblich verbessern.

Dispute Management im BN4L

Bei der Frachtausführung sind Streitigkeiten zwischen Versender und Spediteuren nahezu unvermeidlich. Sie entstehen oft durch Unstimmigkeiten bei den Frachtkosten, fehlende oder fehlerhafte Dokumente, Verzögerungen bei der Lieferung oder beschädigte Waren. Traditionell beinhaltet die Lösung langwierige E-Mail-Korresponden, Telefonate und manuelle Abstimmungen, die Zeit und Ressourcen beanspruchen und die Finanzprozesse verzögern.
SAP Business Network for Logistics führt einen strukturierten und transparenten Ansatz im Streitmanagement, der in seine kollaborative Plattform eingebettet ist. Diese Funktionalität stellt sicher, dass Probleme schnell und mit vollständiger Transparenz für alle beteiligten Parteien gelöst werden.

Key Features im BN4L Dispute Management:

Durch die Digitalisierung des Streitmanagements hilft BN4L Versendern, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren, die Lösungszeiten zu verkürzen und gute Beziehungen zu den Spediteuren aufrechtzuerhalten. Diese Funktionalität ist wertvoll für Unternehmen, die hohe oder niedrige Versandmengen verwalten, da jede Verzögerung bei der Streitbeilegung den Cashflow und die operative Effizienz beeinträchtigen kann.

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