NextGen Packing für SAP EWM

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Pascal Evertz

Die flexible Packlösung für fehlerfreies und einfaches Packen im Warehouse

Das Packen im SAP EWM ist ein zentraler Prozess im Lager und gleichzeitig eine häufige Fehlerquelle. Komplexe Masken, unübersichtliche Abläufe und geringe Flexibilität führen im Arbeitsalltag zu Zeitverlusten und Fehlbuchungen. Genau hier setzt der leo NextGen Packdialog an: Er vereinfacht den Packprozess deutlich, unterstützt Anwender intuitiv bei jedem Schritt und hilft aktiv, Fehler zu vermeiden. Als Side-by-Side-Extension umgesetzt, lässt sich der Dialog kundenspezifisch gestalten und flexibel erweitern – ohne Eingriffe in den SAP-Standard (Clean-Core).

Das volle Potenzial nutzen

Im Lageralltag entscheidet korrektes und nachvollziehbares Packen über Sicherheit, Qualität und Compliance. Besonders beim Umgang mit Gefahrgütern gelten strenge gesetzliche Vorgaben, deren Einhaltung nicht nur operativ, sondern auch dokumentarisch abgesichert sein muss. Das Hochladen von Fotos direkt während des Packprozesses bietet hier einen klaren Business-Vorteil: Es schafft Transparenz, Nachweisbarkeit und rechtliche Absicherung.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht dienen Fotos als digitaler Packnachweis. Sie dokumentieren eindeutig, dass Gefahrgüter vorschriftsgemäß verpackt, gekennzeichnet und gesichert wurden. Im Fall von Reklamationen, Transportschäden oder behördlichen Prüfungen stehen diese Informationen sofort zur Verfügung. Aufwändige Nachforschungen, manuelle Dokumentationen und Haftungsdiskussionen lassen sich so deutlich reduzieren. Gleichzeitig steigt die Prozessqualität, da Mitarbeitende wissen, dass der Packvorgang lückenlos nachvollziehbar dokumentiert wird.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Versorgung der Packprozesse mit aussagekräftigen Packanweisungsbildern. Gerade bei komplexen Artikeln, Gefahrstoffen oder kundenspezifischen Verpackungsvorschriften reichen textuelle Anweisungen oft nicht aus. Bilder zeigen auf einen Blick, wie ein Artikel korrekt zu platzieren, zu sichern oder zu kennzeichnen ist. Das minimiert Interpretationsspielräume und senkt die Fehlerquote erheblich.
Business-seitig führt der Einsatz von Packanweisungsbildern zu stabileren Prozessen, weniger Nacharbeit und geringeren Schulungskosten. Neue Mitarbeitende können schneller produktiv eingesetzt werden, da visuelle Anleitungen sprachunabhängig funktionieren und unmittelbar verständlich sind. Dadurch steigt die Packqualität nachhaltig, was sich positiv auf Kundenzufriedenheit und Reklamationsquoten auswirkt.
In Kombination entfalten Foto-Uploads und Packanweisungsbilder ihr volles Potenzial: Während Bilder als Anleitung dienen, liefern Fotos aus dem Packprozess den Nachweis der korrekten Umsetzung. So entsteht ein durchgängiger, visuell gestützter Prozess, der Sicherheit, Effizienz und Compliance vereint und den Packdialog zu einem echten Qualitätsinstrument im Lager macht.

Technische Umsetzung mit erprobten SAP-Enterprise-Technologien

Die Umsetzung des leo NextGen Packdialogs erfolgt konsequent mit erprobten, SAP-nahen Enterprise-Technologien, die sich im produktiven Einsatz bewährt haben und konform mit modernen Best-Practices sind. Zudem wird eine zukunftssichere Migration in Richtung SAP Private Cloud unterstützt. Ziel ist eine stabile, wartbare und upgrade-fähige Architektur, die sich nahtlos in bestehende SAP-Landschaften integriert.
Der eigentliche Packdialog für die Anwender wird mit SAPUI5 realisiert. Dadurch entsteht eine performante, intuitive Benutzeroberfläche, die speziell auf die Anforderungen im Lager zugeschnitten ist und sich flexibel an kundenspezifische Prozesse anpassen lässt. SAPUI5 ist fest im SAP-Ökosystem verankert und gewährleistet eine langfristige Wartbarkeit sowie hohe Akzeptanz bei Endanwendern. Außerdem basiert es auf modernen Webstandards, was eine Webcam Integration zur schnellen Erfassung von Verpackungsbildern (Gefahrgut) möglich macht.
Für das Hochladen und die Pflege von Packanweisungsbildern kommt SAP Fiori Elements zum Einsatz. Der modellgetriebene Ansatz erlaubt die Bereitstellung standardisierter, konsistenter Anwendungen bei geringem Entwicklungsaufwand. Unternehmen profitieren zugleich von einem klaren Upgrade-Pfad, da Fiori Elements vollständig auf SAP-Standards basiert und optimal für den Einsatz auf der SAP Business Technology platform (BTP) geeignet ist.
Als serverseitige Mittelschicht wird das SAP Cloud Application Programming Model (CAP) verwendet. CAP fungiert als stabiler Vermittler zwischen Frontend, Datenhaltung und Backend-Systemen und stellt Geschäftslogik, Validierungen sowie Sicherheitsmechanismen zentral bereit. Diese Entkopplung reduziert Abhängigkeiten zum Backend erheblich und unterstützt eine saubere Side-by-Side-Architektur, die auch bei zukünftigen System-Upgrades stabil bleibt.
Die Persistenz von Packanweisungsbildern erfolgt in einer PostgreSQL-Datenbank auf der SAP BTP. Diese Datenhaltung wird bewusst nur dort eingesetzt, wo sie fachlich notwendig ist – nämlich für die Verwaltung und Katalogisierung von Bildmaterial zu Handling Units oder Produkten. Operative EWM-Daten verbleiben weiterhin im SAP-Backend, wodurch Datenredundanzen vermieden und die Systemarchitektur schlank gehalten wird.
Für die Speicherung der Bilder werden unterschiedliche Ansätze unterstützt. Möglich ist die Nutzung von SAP DMS (Cloud), um eine leistungsfähige Verknüpfung zwischen Cloud und On-Premises-Datenhaltung zu realisieren. Alternativ können Bilder direkt am Business Objekt über eine generelle SAP Attachment API abgelegt werden. Dies hängt unter Umständen von den bereits beim Kunden vorhandenen Lösungen ab. Ergänzend wird der Einsatz des SAP Object Store empfohlen, der eine kosteneffiziente, hochverfügbare und skalierbare Alternative zur Speicherung von Anhängen bietet.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Kommunikation mit dem Backend-System: Rund 95 Prozent der Integration erfolgt über SAP-Standard OData V4 APIs. Dadurch wird der SAP-Standard maximal genutzt, kundeneigene Schnittstellen werden auf ein Minimum reduziert und die Lösung bleibt weitgehend upgrade-sicher. Backend-Anpassungen werden vermieden, was insbesondere im Hinblick auf den Wechsel in die SAP Private Cloud oder zukünftige Releases ein entscheidender Vorteil ist. Kundenspezifische Erweiterungen werden bei Bedarf über RAP Schnittstellen umgesetzt.
In Summe entsteht eine robuste, enterprise-taugliche Side-by-Side-Lösung, die moderne Benutzerführung, hohe Prozesssicherheit und technologische Zukunftsfähigkeit vereint – ohne den SAP-Kern unnötig zu verändern.

Architektur

Abbildung 1: Pack Applikation (Warehouse User)
Abbildung 2: Pack Anhänge Applikation (Key User IT)

Pack Anhänge pflegen

Pack Dialog

Effizient und zukunftssicher packen mit SAP EWM

Der moderne EWM Packdialog bietet Unternehmen die Möglichkeit, den Packprozess im Lager nachhaltig zu optimieren.
  • Fehlerreduktion: Intuitive Benutzerführung und visuelle Packanweisungen minimieren Fehlbuchungen und Interpretationsspielräume.
  • Prozesssicherheit: Foto-Uploads dokumentieren Packvorgänge, insbesondere bei Gefahrgütern, für Nachweis und Compliance.
  • Kosteneffizienz: Weniger Nacharbeit, geringere Reklamationsquoten und reduzierte Schulungsaufwände durch klare, visuelle Anleitungen.
  • Schnelle Einarbeitung: Neue Mitarbeitende können dank Packanweisungsbildern sofort produktiv arbeiten, sprachunabhängig und ohne umfangreiche Schulung.
  • Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Durch digitale Packnachweise sind Packvorgänge jederzeit überprüfbar, z. B. bei Audits oder Transportschäden.
  • SAPUI5 Frontend: Intuitive, performante Benutzeroberfläche für den Packdialog, flexibel anpassbar und langfristig wartbar.
  • Fiori Elements: Modellgetriebene Anwendungen für Upload und Pflege von Packanweisungsbildern, konsistent und upgrade-fähig.
  • CAP: Zentrale Geschäftslogik, Validierungen und Sicherheitsmechanismen; reduziert Backend-Abhängigkeiten und unterstützt Side-by-Side-Architektur.
  • PostgreSQL auf SAP BTP: Effiziente, skalierbare Speicherung von ergänzenden Daten, operatives EWM bleibt im SAP-Backend.
  • SAP Object Store: Empfohlene Alternative für hochverfügbare, skalierbare und kostengünstige Bildspeicherung in der Cloud.
  • Integration via OData V4: Rund 95 Prozent der Kommunikation nutzt SAP-Standard-APIs, minimiert kundeneigene Schnittstellen, erhöht Upgrade-Sicherheit und Cloud-Kompatibilität.
  • Side-by-Side-Architektur: Anpassbar, flexibel erweiterbar, ohne den SAP-Standard zu verändern; optimal für zukünftige SAP Private Cloud Migrationen.

Durch die Kombination aus visueller Prozessunterstützung, digitaler Nachweisführung und modernem Technologie Stack entsteht eine robuste, zukunftssichere Lösung, die:

  • den Packprozess vereinfacht,
  • Fehler und Schulungsaufwände reduziert,
  • Compliance und Transparenz sicherstellt,
  • und gleichzeitig upgrade- und cloud-fähig ist.

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Pascal Evertz
Lead Developer UI5

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Annabell Kähler
Leitung People, Culture & Corporate Communication

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